Anbauprojekte
Rosenduft in der Wüste: Iran

Pistazienschalen zu Kompost

Mahdi Maazolahi, ein kleiner Mann mit dichten schwarzen Haaren und rundem Gesicht, befindet sich ständig in Bewegung. Flink bewegt er sich neben dem großen Deutschen, dessen unverkennbares Zeichen der hellbraune Hut mit Kordel ist. Hans Supenkämper ist zufrieden. Die Pistazienschalen haben sich vollständig zersetzt, die entstandene Erde ist feinkrümelig, nicht zu trocken und nicht zu feucht und duftet angenehm. Sorgfältig deckt er den Komposthaufen wieder mit der Plane zu, die eine zu große Verdunstung in dieser wüstenähnlichen Gegend verhindert. Es ist eh ein Wunder, dass hier so üppig blühende Rosen gedeihen, in einer Landschaft, die vom Wassermangel geprägt ist. Kaum Bäume, nur spärliches Grün bedeckt den harten Boden dieser einsamen Bergregion. Hörbare Stille umgibt die Pflückerinnen, die im Feld nebenan schweigsam die frischen Blüten der Damaszener Rosen ernten. Um ihre Hüften haben sie Beutel gebunden, in denen sie die Blüten sammeln. Ist der Beutel voll, schütten sie die Blüten in größere Säcke, die danach ihre Männer in die Destille tragen. Zwischen den pink rosa blühenden Rosenbüschen heben sie sich mit ihren bunten Kleidern und Kopftüchern ab.

Rosen aus dem Iran