WALA Pflanzenarchiv
Mandelbaum

Verwendung

Mandeln sind mit 18 % Eiweiß, 16 % Kohlenhydraten, 54 % Fett, ferner vielen Mineralstoffen und Vitaminen vor allem der B-Gruppe eine reichhaltige Mahlzeit, die pur gegessen oder als Mandelmus gleichermaßen lecker schmecken. Früher wurden sie Kindern gegen Husten gegeben. Das aus den Samen gepresste Mandelöl ist ein mildes, sehr gut rückfettendes Hautpflegeöl. Mandelmehl, der Pressrückstand, reinigt schonend die Haut.
Neben der Süßen Mandel gibt es zwei weitere Arten: die Bittermandel und die Krachmandel. Letztere kann genauso wie die Süße Mandel gegessen werden, wohingegen die Bittermandel das giftige Glykosid Amygdalin enthält, aus dem sich im Darm Blausäure abspaltet. Das Bittermandelöl, dem das Amygdalin chemisch entzogen wird, ist ein aromatisches Gewürz und guter Duftstoff, den Konditoren und Kosmetikhersteller verwenden.
Dioskurides traute der Bittermandel fast alles zu: Äußerlich angewendet vertreibe sie "Sonnenflecken im Gesicht", fördere die Menstruation, lindere Kopfschmerzen und Geschwüre; bei innerlicher Anwendung lindere sie Schmerzen, treibe das Wasser, erweiche den Leib, fördere den Schlaf, helfe bei Husten, Leberleiden, Blähungen ... Die Liste nimmt kein Ende.