Synonyme für Ackerschachtelhalm: Acker-Zinnkraut, Fegekraut, Katzenwedel, Pfannebutzer, Pferdeschwanz, Schachtelhalm, Schaftheu, Scheuerkraut, Zinnkraut
Wissenschaftlicher Name: Equisetum arvense L.
Familie: Equisetaceae (Schachtelhalmgewächse)
Er sieht so filigran aus und fühlt sich dennoch kratzig an. Er ist so hart, dass die Menschen früher Zinn mit ihm putzten, und dabei so spröde, dass er leicht bricht. Der Ackerschachtelhalm gehört zu den urtümlichsten Pflanzen und bedeckte vor etwa 350 Millionen Jahren, im Erdzeitalter des Karbons, zusammen mit Farnen und Bärlapp riesige Wälder. Wurden die Schachtelhalme im Karbon noch 30 Meter hoch, ist der heutige Ackerschachtelhalm ein bescheidener, 30 bis 40 Zentimeter Höhe messender Bewohner von feuchtem und lehmigem Ackerland, von Wiesenrändern, Ödland und Böschungen. Von dem gerillten Hauptstängel gehen in Büscheln stehende kantige Seitentriebe ab, die an Kiefernnadeln erinnern. Stängel und Seitentriebe sind in mehrere, durch Knoten getrennte Segmente unterteilt, die wie ineinander gesteckt aussehen. Die Knoten sind von stark reduzierten, fein gezähnten Blättern umfasst, die sich wie Manschetten an den Stängel anschmiegen. An den Knoten lassen sich die Stängel leicht brechen. Der größte Teil des Schachtelhalms wächst unterirdisch: Die Stängel wachsen zum großen Anteil unterirdisch, wo sie sich waagerecht weit verzweigen. Die Wurzeln selber sind nur unscheinbar. Im Winter zieht sich der Schachtelhalm komplett in seine unterirdischen teile zurück. Der zu den Sporengewächsen gehörende Schachtelhalm entwickelt keine Blüten, sondern Sporenähren, die im zeitigen Frühjahr auf bräunlichen separaten Stängeln als erste aus der Erde wachsen. Erst einige Wochen später folgen die verzweigten, sterilen grünen Pflanzen.