Synonyme für Schöllkraut: Apfelkraut, Augenkraut, Augenwurz, Blutkraut, Gelbkraut, Giftblome, Goldwurz, Herrgottsgabe, Hexenmilch, Krätzenkraut, Maikraut, Ogenklar, Rotlaufgras, Schälkraut, Schellkraut, Schillkraut, Schwalbenwurz, Teufelskraut, Warzenkraut, Wulstkraut.
Wissenschaftlicher Name: Chelidonium majus L.
Familie: Papaveraceae (Mohngewächse)
Manch einer hat sich beim Unkrautjäten vielleicht schon einmal über gelbe Finger gewundert. Verursacher wird mit großer Sicherheit Schöllkraut gewesen sein. Diese bis zu 1 Meter hoch wachsende Pflanze wächst schon mal ein Beet zu, wenn man sie nicht ab und zu bändigt. Beim Ausreißen tritt der gelbe Milchsaft aus, den das Schöllkraut in all seinen Teilen, sogar in der Wurzel führt. Die üppig mit bläulich-grünen, gefiederten Blättern ins Kraut schießende Pflanze trägt von Mai bis September gold-gelbe Blüten mit vier Kronblättern, die in kleinen Dolden stehen. Die aus ihnen wachsenden langen Samen tragen ein weißes Anhängsel, einen Ölkörper namens Elaiosom, der gerne von Ameisen gefressen wird. Ein guter Trick zur Artverbreitung. Denn die Ameisen verschleppen die Schöllkraut-Samen, wenn sie den begehrten Leckerbissen zu ihren Bauten tragen. Zu finden ist das behaarte, mit dem Mohn verwandte Schöllkraut oft in der Nähe menschlicher Ansiedlungen auf stickstoffreichem Boden.